24-heute

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C+M+B

Nach den Gastgeschenken der drei Weisen aus dem Morgenland Caspar, Melchior und Balthasar streckt das Jesuskind auf einem Altar im Bergbaumuseum seine Hände aus. Neben Gold und Myrrhe brachten ihm die Könige auch Weihrauch mit.
Von den Bäumen der Gattung »Boswellia« wird das goldgelbe körnige Harz gewonnen. Die Bäume wachsen am Horn von Afrika, in Oman, im Jemen und in Indien. Die Weihrauchernte war bereits vor Tausenden von Jahren eine Tätigkeit umherziehender Nomaden. Der Baum wird an vielen Stellen des Stammes und der Äste eingeritzt. Der austretende weiße und klebrige Milchsaft erhärtet sich durch die Sonneneinstahlung und gerinnt zu Harz. Das wird mit einem spatelähnlichen Schaber abgekratzt. Weihrauch fand schon bei den alten Ägyptern vielerei Verwendung: Nicht nur für kultische Zwecke, auch bei der Mumifizierung und als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel im Alltag. Das Harz war zu antiken Zeiten ein hochbezahltes, mit Gold aufgewogenes und begehrtes Handelsgut, das auf der so genannten Weihrauchstraße in bis fast alle Gegenden der Welt gehandelt wurde. Der Ursprung des Räucherharzes wurde geheim gehalten und die Handelswege stark überwacht.

Frohe
Weihnachten!